So viel Reichtum in Deutschland

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Die wachsende soziale Spaltung in Deutschland nimmt die März-Ausgabe der NATURFREUNDiN ins Visier – und fragt, was diese Entwicklung für Umwelt und Gesellschaft bedeutet.

Die Titelgeschichte des Mitgliedermagazins der NaturFreunde Deutschlands beschreibt im Artikel „Bundesrepublik der Superreichen“, wie sich immer mehr Vermögen an der Spitze sammelt, welche Sonderregeln für große Betriebsvermögen das begünstigen und welche politischen Folgen daraus gezogen werden müssten. Im Interview fordert DGB-Bundesvorstand Stefan Körzell danach einen klaren Kurswechsel: weg von Privilegien, hin zu mehr Verteilungsgerechtigkeit in Steuer- und Arbeitsmarktpolitik.

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Neoliberaler Kapitalismus als Allesfresser
Gleichzeitig geht das Heft der Frage nach, wie Wirtschaft und Alltag so umgebaut werden können, dass sie sozial und ökologisch zukunftsfähig werden. Unter dem Titel „Der neoliberale Kapitalismus ist ein Allesfresser“ beschreibt der NaturFreunde-Bundesvorsitzende Michael Müller, wie auch international die Kapitalkonzentration zunimmt, die die Marktlogik immer tiefere Spuren hinterlässt und der Kapitalismus sich soziale und ökologische Ressourcen einverleibt.

Beiträge zum gemeinwohlorientierten Bahnverkehr und zum Boom des Hochzeitstourismus auf Santorini zeigen anschaulich, wo die Konflikte um öffentliche Daseinsvorsorge und nachhaltiges Reisen heute verlaufen. Ein Bericht von der Bremer Transformationskonferenz schließlich fragt nach Möglichkeiten einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation.

Gibt es eine Renaissance der Atomkraft?
Auch energiepolitisch wird es brisant: Stehen wir vor einer „Renaissance der Atomkraft?“ Der Beitrag von Jürgen Voges sortiert Argumente, Risiken und Interessen und zeigt, wie viel Sprengstoff derzeit in der Klimapolitik steckt.

Einen positiven Gegenakzent setzen Geschichten gelebter Nachhaltigkeit – etwa über die Murg in Südwestdeutschland, die in diesem Jahr von der NaturFreunden Deutschlands und dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) zur Flusslandschaft der Jahre 2026/2027 ausgerufen wurde, das Netzwerktreffen der Naturfreundehäuser oder ein Reisebericht aus Togo, wo globale Themen ganz konkret werden.

Natürlich kommt auch der Verband selbst nicht zu kurz: Ein Interview zur Häuserarbeit mit Bundesfachbereichsvorstand Gabi Rolland, eine Ankündigung zu digitalen Neuerungen bei den Mitgliedsausweisen, internationale Jugendarbeit und das Jubiläumsjahr der Naturfreundejugend geben Einblicke in die Weiterentwicklung der NaturFreunde.

Sportausbildungen und Seminare
Daneben finden sich wie gewohnt Termine für Sportausbildungen und Seminare sowie ein Hinweis darauf, wie Mitglieder mit Vermächtnissen Projekte langfristig fördern können.

Blicke zurück dürfen natürlich auch nicht fehlen: Beiträge über den Volksentscheid zu Fürstenenteignung von 1926 und das Westendheim in Frankfurt/Main schlagen den Bogen von den Wurzeln der NaturFreunde bis in die Gegenwart.

Harald Etzbach
NATURFREUNDiN-Redaktionsbüro

Mehr Ausgaben der NATURFREUNDiN findest du auf www.naturfreundin.naturfreunde.de.