Charlotte Eisenblätter wurde am 7. August 1903 in Berlin-Charlottenburg geboren. Vom Laufmädchen bei Siemens arbeitete sie sich zur Stenotypistin empor und erwarb sich in einem Berliner Anwaltsbüro eine Vertrauensstellung. Im Jahre 1922 brach sie mit der Kirche und soll sich der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) angeschlossen haben. Außerdem sympathisierte sie mit der Freidenkerbewegung und trat dem Berliner Touristenverein Die Naturfreunde bei, wo sie sich stark engagierte.
Charlotte Eisenblätter engagierte sich sofort nach der Machtübertragung an die Nazis im antifaschistischen Widerstand. Charlotte Eisenblätter vervielfältigt antifaschistische Materialien wie den „Informationsdienst”, der über die Verbrechen der Nazis informierte. Für Alfred Kowalke, den illegal aus den Niederlanden eingereisten Instrukteur der KPD-Auslandsleitung, beschafft sie ein geheimes Quartier und vermittelt den Kontakt zu Robert Uhrig. Durch Verräter wurde letztendlich das deutschlandweite Widerstandsnetz zerschlagen.
Nach monatelanger Untersuchungshaft musste sie im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück Schwerarbeit verrichten. Die KZ-Lagerleitung zwang sie außerdem, fremdsprachige Zeitungen für sie zu übersetzen.
Der NaturFreunde-Chor singt einige Lieder. Uwe Hiksch wird eine kurze Rede zum Leben und Wirken von Charlotte Eisenblätter halten.
NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 017662015902

